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Ratgeber & Grundlagenwissen Redaktion luftentfeuchter-guide.de · Stand

Luftentfeuchter ohne Granulat: Welche Geräte es gibt

Inhalt 12 Abschnitte

Alternativen zu Granulat-Beuteln

Granulat-Entfeuchter bestehen meist aus einem Behälter mit Calciumchlorid. Das Salz zieht Wasser aus der Luft, löst sich dabei auf und sammelt sich als Flüssigkeit im Auffangteil. Ist das Granulat verbraucht, muss Nachschub gekauft werden. Wer das vermeiden möchte, greift zu einem elektrischen Gerät, das die Feuchtigkeit auf andere Weise aus der Luft holt und das Wasser als reines Kondensat abgibt.

Dafür gibt es drei Bauarten: Kompressor-Entfeuchter, Peltier-Entfeuchter und Adsorptionsentfeuchter. Sie alle brauchen Strom, benötigen aber kein Granulat zum Nachkaufen. Dieser Ratgeber stellt sie vor, nennt Vor- und Nachteile, Einsatzorte und die Pflege.

Kompressor-Entfeuchter

Der Kompressor-Entfeuchter ist die gängigste Bauart für Wohnräume und Keller. Ein Ventilator saugt Raumluft an und führt sie über einen kalten Verdampfer. Unterhalb des Taupunkts kondensiert der Wasserdampf und tropft in einen Behälter. Danach wird die Luft über den warmen Kondensator wieder erwärmt und strömt trockener in den Raum zurück.

Die Geräte entfeuchten vergleichsweise kräftig und eignen sich auch für größere Räume. Dafür sind sie hörbar, weil ein Kompressor und ein Ventilator laufen. Bei niedrigen Raumtemperaturen lässt die Leistung nach, weil der Verdampfer vereisen kann. Viele Geräte haben deshalb eine Abtaufunktion. Beachten Sie auch, dass der Raum beim Betrieb nicht kühler, sondern eher etwas wärmer wird.

Peltier-Entfeuchter

Peltier-Geräte kommen ohne Kompressor aus. Ein Peltier-Element wird auf einer Seite kalt, auf der anderen warm, sobald Strom fließt. An der kalten Seite kondensiert die Feuchtigkeit. Weil es keine beweglichen Teile außer einem kleinen Lüfter gibt, laufen sie leise.

Der Preis dafür ist eine geringe Entfeuchtungsleistung. Sie passen deshalb in kleine Räume wie Bad, Schrank, Abstellraum oder Schlafzimmer. Für einen feuchten Keller reicht ein Peltier-Gerät in der Regel nicht aus. Auch ihr Behälter ist klein und füllt sich entsprechend schnell.

Adsorptionsentfeuchter

Adsorptionsentfeuchter arbeiten mit einem festen Trockenmittel, etwa Silikagel oder Zeolith. Die Luft streicht über das Material, das den Wasserdampf bindet. Damit es nicht gesättigt wird, erhitzt das Gerät einen Teil des Materials und treibt die Feuchtigkeit wieder aus. Sie wird anschließend als Wasser aufgefangen oder über einen Schlauch abgeführt. Anders als beim Granulat-Beutel wird das Trockenmittel also im Gerät immer wieder genutzt und nicht verbraucht.

Der Vorteil dieser Bauart liegt darin, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen arbeitet, weil kein Verdampfer vereisen kann. Der Nachteil: Die Beheizung braucht Strom, und das Gerät gibt warme Luft ab. Adsorptionsgeräte finden sich häufig in unbeheizten Räumen, Garagen oder bei Trocknungsarbeiten.

Vor- und Nachteile gegenüber Granulat-Beuteln

AspektElektrisches GerätGranulat-Beutel
Nachkaufkein Granulat nötigGranulat oder Nachfüllpack regelmäßig nötig
Stromwird gebrauchtkein Stromanschluss nötig
Kapazitätfür Räume geeignet, je nach Bauarteher für Schränke und kleine Räume
SteuerungHygrostat und Timer möglichkeine Regelung
Geräuschje nach Bauart hörbar bis leiselautlos
Anschaffungin der Regel höherin der Regel niedriger
WasserBehälter oder AblaufschlauchAuffangteil mit Flüssigkeit

Ein Granulat-Entfeuchter ist also nicht schlechter, sondern für kleinere Räume gedacht. Ein elektrisches Gerät lohnt sich vor allem, wenn dauerhaft viel Feuchtigkeit anfällt oder eine Zielfeuchte gehalten werden soll.

Wo die Geräte zum Einsatz kommen

  • Badezimmer: Nach dem Duschen bleibt die Luft lange feucht. Ein Peltier-Modell oder ein kleines Kompressorgerät kann hier helfen, wenn Lüften allein nicht reicht.
  • Keller: Kellerräume bleiben oft feucht. Hier passt ein Kompressorgerät, bei kühlen Temperaturen auch ein Adsorptionsgerät.
  • Wohn- und Schlafräume: Wichtig sind hier ein leiser Betrieb und ein Hygrostat, der das Gerät abschaltet.
  • Garage und Gartenhaus: Die Räume sind selten beheizt. Adsorptionsgeräte arbeiten dort zuverlässiger als Kompressorgeräte.
  • Waschküche und Trockenraum: Wäsche gibt viel Feuchte ab. Ein Gerät mit Ablaufschlauch spart das Entleeren.

Wasser entleeren oder Ablaufschlauch nutzen

Das gesammelte Wasser kann auf zwei Wegen abfließen. Der Behälter wird von Hand geleert. Das passt für Räume, in denen Sie ohnehin vorbeikommen, etwa Bad oder Schlafzimmer. Viele Geräte schalten sich bei vollem Behälter ab. Das schützt vor Überlauf, bedeutet aber auch, dass die Entfeuchtung stoppt, wenn Sie den Behälter nicht leeren.

Ein Ablaufschlauch führt das Wasser dauerhaft in einen Abfluss oder Eimer. Er ist praktisch im Keller, in der Waschküche oder im Urlaub. Achten Sie darauf, dass der Schlauch Gefälle hat und nicht abknickt. Das Kondensat ist kein Trinkwasser und sollte nicht getrunken werden.

Wartung und Pflege

  • Behälter reinigen: Spülen Sie den Wasserbehälter regelmäßig aus, damit sich keine Beläge und Gerüche bilden.
  • Luftfilter prüfen: Staub im Filter bremst den Luftstrom. Nehmen Sie den Filter nach Herstellerangabe heraus und reinigen Sie ihn.
  • Luftwege frei halten: Stellen Sie das Gerät mit Abstand zu Wänden und Möbeln auf, damit die Luft ungehindert zirkuliert.
  • Sensor und Abfluss kontrollieren: Prüfen Sie, ob der Schlauch frei ist und der Füllstandsschalter funktioniert.
  • Einlagern: Leeren Sie das Gerät vor längerer Pause und lassen Sie es trocknen.

Am Kältekreis und im Inneren eines Kompressorgeräts gibt es für Laien nichts zu reparieren. Wenden Sie sich bei Defekten an den Hersteller oder eine Fachwerkstatt.

Was an der Umweltfreundlichkeit belegbar ist

Aussagen wie „umweltfreundlich“ lassen sich bei Entfeuchtern nur eingeschränkt treffen. Belegbar ist, dass bei einem elektrischen Gerät kein Granulat verbraucht und nachgekauft wird. Auch fällt kein Beutel mit Flüssigkeit an, den Sie entsorgen müssen. Dem steht gegenüber, dass das Gerät Strom braucht. Wie viel, hängt von Bauart, Raum und Laufzeit ab, und die Angaben dazu stehen im Datenblatt des Herstellers.

Sie halten den Strombedarf gering, wenn Sie Geräte mit Hygrostat nutzen, die Fenster während des Betriebs geschlossen lassen und nur dann entfeuchten, wenn es nötig ist. Ein passend gewähltes Gerät ist dabei sinnvoller als ein zu großes.

Geräte im Vergleich

Die folgenden Geräte stammen aus unserer Auswahl und stehen für verschiedene Bauarten. Prüfen Sie anhand des Datenblatts, für welche Raumgröße das Gerät gedacht ist, wie laut es ist und ob es einen Ablaufschlauch oder einen Hygrostat hat.

Weitere Hinweise zum Einsatz im Zuhause gibt der Beitrag Die besten Tipps für einen Luftentfeuchter natürlich im Zuhause.

Fazit: Die Wahl hängt vom Raum ab

Wer ohne Granulat entfeuchten möchte, hat die Wahl zwischen Kompressor-, Peltier- und Adsorptionsgeräten. Der Kompressor eignet sich für Wohnräume und Keller, Peltier für kleine, ruhige Räume, Adsorption für kühle Räume wie Garagen. Alle brauchen Strom, das Wasser muss entleert oder per Schlauch abgeleitet werden, und das Gerät will gepflegt sein. Entscheiden Sie nach Raumgröße, Temperatur im Raum, Lautstärke und Art der Wasserabfuhr.

Häufige Fragen zu Luftentfeuchtern ohne Granulat

Welche Luftentfeuchter arbeiten ohne Granulat?

Kompressor-, Peltier- und Adsorptionsentfeuchter. Alle drei sind elektrisch und brauchen kein Calciumchlorid-Granulat zum Nachkaufen. Der Kompressor kondensiert die Feuchte an einer kalten Fläche, Peltier nutzt ein thermoelektrisches Element, Adsorption ein Trockenmittel, das beheizt wird.

Ist ein Gerät ohne Granulat umweltfreundlicher?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es entfällt das Nachkaufen von Granulat, dafür braucht das Gerät Strom. Entscheidend sind Bauart, Raumgröße und Laufzeit. Mit Hygrostat und geschlossenen Fenstern halten Sie den Strombedarf gering.

Muss ich bei jedem Gerät das Wasser selbst entleeren?

Nein. Viele Geräte haben zusätzlich einen Anschluss für einen Ablaufschlauch, über den das Kondensat dauerhaft abfließt. Ohne Schlauch sammelt sich das Wasser im Behälter, den Sie regelmäßig leeren müssen.

Für welche Räume eignet sich welche Bauart?

Kompressorgeräte passen in Wohnräume und Keller, Peltier-Geräte in kleine Räume wie Bad oder Schlafzimmer, Adsorptionsgeräte in kühle, unbeheizte Räume wie Garagen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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