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Luftentfeuchter im Neubau Redaktion luftentfeuchter-guide.de · Stand

Luftentfeuchter im Neubau: Worauf Sie achten sollten

Inhalt 13 Abschnitte

Warum Luftentfeuchtung im Neubau wichtig ist

Neubauten haben oft eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie stammt vor allem aus frischem Mauerwerk, Putz und Estrich, die noch viel Wasser enthalten, dazu kommen unzureichende Belüftung oder undichte Stellen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht nur unangenehm, sondern kann die Bausubstanz schädigen und Schimmelbildung begünstigen.

Luftentfeuchter helfen, die Luftfeuchtigkeit in der Trocknungsphase zu senken. Diese Gründe sprechen im Neubau für ihren Einsatz:

  • Schimmelvorbeugung: Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmel. Ein Luftentfeuchter senkt dieses Risiko.
  • Raumklima: Eine angemessene Luftfeuchtigkeit ist angenehmer und schützt Möbel sowie Einrichtungsgegenstände.
  • Schutz der Bausubstanz: Dauerhaft zu viel Feuchtigkeit kann Bauteile und Oberflächen schädigen, etwa Putz, Tapeten oder Holz.
  • Schnellere Trocknung: Gezielte Entfeuchtung kann die Austrocknung von Putz und Estrich unterstützen, bevor Bodenbeläge verlegt oder Räume bezogen werden.

Bauherren sollten sich deshalb frühzeitig mit der Trocknung beschäftigen und klären, ob regelmäßiges Heizen und Lüften genügt oder ob ein Luftentfeuchter bzw. Bautrockner nötig ist.

Ursachen für hohe Luftfeuchtigkeit im Neubau

Die Ursachen für hohe Luftfeuchtigkeit im Neubau sind vielfältig. Zu den häufigsten zählen:

  • Baufeuchte: Beim Bau wird viel Wasser verwendet, etwa für Beton, Mörtel, Putz und Estrich. Diese Feuchtigkeit ist in Wänden und Böden gespeichert und gelangt beim Austrocknen nach und nach in die Raumluft.
  • Materialien: Zementgebundene Baustoffe geben ihr Wasser erst im Laufe der Zeit ab. Besonders in den ersten Monaten nach dem Bau ist die Luftfeuchtigkeit deshalb oft erhöht.
  • Undichte Stellen: Fehlerhafte Abdichtungen oder Risse im Mauerwerk können Feuchtigkeit von außen eindringen lassen, aus dem Erdreich oder durch Niederschläge.
  • Belüftungsmangel: Neubauten haben eine dichte Gebäudehülle. Das spart Energie, verringert aber den Luftaustausch über Fugen. Ohne regelmäßiges Lüften oder eine Lüftungsanlage bleibt die Feuchtigkeit im Haus.
  • Nutzung: In Bad und Küche entsteht im Alltag zusätzlich Feuchtigkeit. Ohne ausreichende Belüftung wird sie nicht abtransportiert.

Deshalb sollte die Trocknung schon in der Planungs- und Bauphase berücksichtigt werden. Ein Luftentfeuchter kann helfen, die Feuchtigkeit zu senken.

Vor- und Nachteile von Luftentfeuchtern im Neubau

Vorteile Nachteile
Senkt das Risiko von Schimmelbildung Anschaffungs- oder Mietkosten
Angenehmeres Raumklima Regelmäßige Wartung notwendig
Schutz der Bausubstanz Stromkosten für den Betrieb
Unterstützt die Austrocknung von Putz und Estrich Platzbedarf für Geräte

Auswahl des richtigen Luftentfeuchters

Bei der Entscheidung, welches Gerät geeignet ist, sollten Sie diese Faktoren berücksichtigen:

  • Entfeuchtungsleistung: Die Leistung eines Luftentfeuchters wird in Litern pro Tag angegeben. Wählen Sie je nach Raumgröße und Feuchtigkeitsmenge ein Gerät mit ausreichender Leistung.
  • Technik: Es gibt vor allem Kondensations-Luftentfeuchter mit Kompressor und Adsorptions-Luftentfeuchter. Kompressorgeräte arbeiten bei Zimmertemperatur in der Regel sparsamer je Liter. Adsorptionsgeräte brauchen bei Zimmertemperatur meist mehr Strom, haben aber Vorteile in kalten Räumen unter etwa 15 °C, wo Kompressorgeräte vereisen bzw. abtauen müssen. Die Wahl hängt von den Bedingungen in Ihrem Neubau ab.
  • Stromverbrauch: Für Luftentfeuchter gibt es kein EU-Energielabel. Achten Sie auf Leistungsaufnahme (Watt) und Entfeuchtungsleistung (Liter pro Tag bei angegebener Temperatur und Luftfeuchte) im Datenblatt.
  • Geräuschpegel: In bewohnten Räumen ist die Lautstärke wichtig. Vergleichen Sie die Angabe in Dezibel (dB(A)) im Datenblatt.
  • Wartungsfreundlichkeit: Prüfen Sie, ob Filter und Wassertank leicht zugänglich sind und sich einfach reinigen bzw. entleeren lassen.

Kapazität und Leistung des Luftentfeuchters

Die Kapazität und Leistung bestimmen, wie viel Feuchtigkeit ein Gerät aus dem Raum holen kann. Wichtige Überlegungen:

  • Raumgröße: Prüfen Sie die Herstellerangabe zur Raumgröße und vergleichen Sie sie mit Fläche und Volumen der Räume, die Sie trocknen wollen.
  • Entfeuchtungsleistung: Sie wird in Litern pro Tag angegeben, gemessen bei einer bestimmten Temperatur und Luftfeuchte. Ein zu schwaches Gerät kommt gegen die Baufeuchte nicht an; ein überdimensioniertes Gerät kostet mehr in der Anschaffung.
  • Umgebungsbedingungen: Berücksichtigen Sie Raumtemperatur und Luftfeuchte. In unbeheizten, kühlen Räumen arbeiten Adsorptionsgeräte zuverlässiger als Kompressorgeräte.
  • Automatische Steuerung: Viele Luftentfeuchter haben einen Hygrostat, der die Luftfeuchtigkeit misst und das Gerät nur bei Bedarf laufen lässt. Das spart Strom.

Stromverbrauch und Betriebskosten

Die Betriebskosten hängen von Leistungsaufnahme, Laufzeit und Strompreis ab. Diese Punkte sollten Sie beachten:

  • Kein Energielabel: Für Luftentfeuchter gibt es kein EU-Energielabel mit Effizienzklassen. Vergleichen Sie Leistungsaufnahme (Watt) und Entfeuchtungsleistung (Liter pro Tag bei angegebener Temperatur und Luftfeuchte) im Datenblatt.
  • Stromverbrauch: Den Verbrauch berechnen Sie aus Leistungsaufnahme mal Betriebsstunden. Ein geringerer Verbrauch bedeutet niedrigere Betriebskosten.
  • Hygrostat: Ein Gerät mit Hygrostat läuft nur, wenn es nötig ist, und verbraucht dadurch weniger Strom.
  • Wartungsaufwand: Leicht zu reinigende Filter erleichtern die Pflege.
  • Gesamtkosten: Rechnen Sie Anschaffung und Stromkosten über die geplante Nutzungsdauer zusammen. Bei nur kurzem Bedarf in der Bauphase kann Mieten günstiger sein als Kaufen.

Geräuschpegel und Komfort

In bewohnten Räumen spielt die Lautstärke eine wichtige Rolle. Diese Punkte sollten Sie beachten:

  • Geräuschpegel in Dezibel: Achten Sie auf die Angabe des Geräuschpegels in dB(A) und vergleichen Sie die Werte verschiedener Geräte.
  • Herstellerangaben: Prüfen Sie, ob der Hersteller Angaben zum Geräusch in den einzelnen Lüfterstufen macht.
  • Standort des Gerätes: Stellen Sie das Gerät dort auf, wo es wenig stört, zum Beispiel in einem Raum, der gerade nicht genutzt wird.
  • Automatische Abschaltung: Geräte, die bei Erreichen der gewünschten Luftfeuchtigkeit abschalten, laufen kürzer und sind damit seltener zu hören.
  • Nachtmodus: Einige Luftentfeuchter haben einen Nachtmodus, der die Lüfterstufe senkt.

Wartungsfreundlichkeit und Pflege

Ein Gerät, das sich leicht pflegen lässt, arbeitet länger zuverlässig. Diese Aspekte sollten Sie berücksichtigen:

  • Filterreinigung: Viele Luftentfeuchter haben einen Luftfilter, der regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden muss. Er sollte leicht zugänglich sein, gerade bei Baustaub.
  • Wassertank: Der Tank sollte sich einfach entleeren und reinigen lassen. Einige Modelle haben einen Anschluss für einen Ablaufschlauch; dann kann das Wasser dauerhaft in einen Abfluss laufen.
  • Bedienungsanleitung: Eine verständliche Anleitung mit Hinweisen zu Wartung und Pflege ist wichtig.
  • Robuste Bauweise: Für den Einsatz auf der Baustelle sind robuste Gehäuse von Vorteil.
  • Kundendienst: Prüfen Sie, welche Garantie und welchen Service der Hersteller bietet.

Zusätzliche Maßnahmen zur Feuchtigkeitskontrolle

Neben einem Luftentfeuchter helfen weitere Maßnahmen, Schimmel im Neubau zu vermeiden:

  • Regelmäßig lüften und heizen: Mehrmals täglich Stoß- oder Querlüften führt feuchte Luft ab. Gleichmäßiges Heizen unterstützt das Austrocknen der Bauteile.
  • Dämmung: Gut gedämmte Außenbauteile haben wärmere Innenoberflächen; dort schlägt sich weniger Feuchtigkeit nieder.
  • Abdichtungen: Bei bekannten Schwachstellen, etwa im Keller, können fachgerechte Abdichtungen das Eindringen von Wasser verhindern.
  • Hygrometer nutzen: Ein Hygrometer zeigt die Luftfeuchtigkeit in den Räumen an. So können Sie reagieren, bevor sie dauerhaft zu hoch ist. Für Wohnräume gelten 40 bis 60 % relative Luftfeuchte als übliche Empfehlung.
  • Möbel mit Abstand: Stellen Sie Schränke im ersten Jahr mit etwas Abstand zu Außenwänden auf, damit die Luft dahinter zirkulieren kann.

Wer diese Maßnahmen mit einem passenden Luftentfeuchter kombiniert, bekommt die Baufeuchte besser in den Griff. Tritt trotzdem Schimmel auf, sollten Sie die Ursache klären: Lüften, Heizen oder ein Bauschaden.

Luftentfeuchter in der Bauphase

Die Trocknung sollte schon während des Baus mitgedacht werden. Wichtige Überlegungen:

  • Frühzeitige Planung: Klären Sie früh, wann Putz und Estrich trocknen müssen und ob dafür Bautrockner eingesetzt werden.
  • Abstimmung mit den Gewerken: Sprechen Sie mit Bauleitung und Handwerkern ab, wann und wo Geräte aufgestellt werden, damit sie andere Arbeiten nicht behindern.
  • Stromversorgung: Planen Sie geeignete Stromanschlüsse für die Geräte ein.
  • Geschlossene Räume: Ein Luftentfeuchter arbeitet am wirksamsten, wenn Fenster und Türen des Raumes geschlossen sind.
  • Kontrolle: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit regelmäßig. Ob Estrich belegreif ist, ermittelt der Fachbetrieb durch eine Feuchtemessung.

Gerätetypen im Überblick

Je nach Einsatz kommen verschiedene Geräte in Frage:

  • Adsorptions-Luftentfeuchter: Sie arbeiten ohne Kompressor mit einem Trockenmittel und eignen sich für kalte Räume wie Keller oder unbeheizte Bereiche. Bei Zimmertemperatur brauchen sie in der Regel mehr Strom je Liter als Kompressorgeräte.
  • Kondensations-Luftentfeuchter für Wohnräume: Sie arbeiten mit Kompressor, eignen sich für beheizte Räume und haben häufig einen Hygrostat.
  • Bautrockner: Für Neubauten und Renovierungen gibt es leistungsstarke Bautrockner. Sie entziehen der Luft große Mengen Feuchtigkeit und sind für den robusten Einsatz auf der Baustelle gebaut.
  • Industrieentfeuchter: Diese Geräte sind für gewerbliche Anwendungen in Hallen oder Lagern gedacht.
  • Schwimmbadentfeuchter: Sie sind für die dauerhaft hohe Feuchte in Schwimmhallen ausgelegt.

Luftentfeuchter mieten

Für die befristete Trocknung im Neubau kommt auch die Miete eines Luftentfeuchters in Frage:

  • Kosten: Wenn Sie nur für eine begrenzte Zeit ein Gerät brauchen, etwa während der Bauphase, kann Mieten günstiger sein als Kaufen.
  • Flexibilität: Sie können je nach Bedarf unterschiedliche Geräte mieten, zum Beispiel einen leistungsstarken Bautrockner für die Bauphase.
  • Keine langfristige Bindung: Nach Abschluss der Trocknung geben Sie das Gerät zurück und brauchen keinen Lagerplatz.
  • Wartung: Bei Mietgeräten übernimmt in der Regel der Vermieter die Wartung.

Vergleichen Sie Mietkosten und Stromkosten mit dem Kaufpreis eines eigenen Geräts, bevor Sie sich entscheiden.

Häufige Fragen zu Luftentfeuchtern im Neubau

Welche Faktoren sind bei der Auswahl eines Luftentfeuchters entscheidend?

Wichtige Faktoren sind die Entfeuchtungsleistung, die Leistungsaufnahme in Watt, der Geräuschpegel, die Technik (Adsorption oder Kondensation mit Kompressor) und die Wartungsfreundlichkeit des Gerätes.

Wie viel Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen herrschen?

Für Wohnräume gelten 40 bis 60 % relative Luftfeuchte als übliche Empfehlung. Zu hohe Werte können Schimmelbildung begünstigen.

Wann sollten Luftentfeuchter im Neubau eingesetzt werden?

Sinnvoll sind sie während der Bauphase und in der ersten Zeit nach dem Einzug, solange Baustoffe noch Feuchtigkeit abgeben und die Luftfeuchtigkeit trotz Lüften und Heizen hoch bleibt.

Wie laut sind Luftentfeuchter im Betrieb?

Der Geräuschpegel unterscheidet sich je nach Modell und Lüfterstufe. Vergleichen Sie die Angabe in dB(A) im Datenblatt; Bautrockner sind meist deutlich lauter als Geräte für Wohnräume.

Wie hoch sind die Betriebskosten eines Luftentfeuchters?

Die Betriebskosten ergeben sich aus Leistungsaufnahme, Laufzeit und Strompreis. Ein Gerät mit Hygrostat läuft nur bei Bedarf und verbraucht dadurch weniger Strom.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu